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EU-Richtlinien

 

Es gibt mittlerweile sehr viele und strenge Richtlinien, an die sich alle Tätowierer in Deutschland zu halten haben. Es ist uns ganz besonders wichtig diese, zum Schutz unserer Kunden und zu unserer eigenen Sicherheit, genauestens zu erfüllen. Aus diesem Grund arbeiten wir eng mit dem Gesundheitsamt zusammen. In regelmäßigen Abständen kommen Mitarbeiter des Gesundheitsamtes zu uns und prüfen den von uns ausgearbeiteten Hygieneplan auf Vollständigkeit, Aktualität und dessen vorschriftsmäßige Durchführung im Arbeitsbetrieb. In einem Hygieneplan sind alle Vorgänge beschrieben die im Zusammenhang mit dem gesamten Prozess des Tätowierens wichtig sind, dazu zählen Materialen und deren Anwendung, Materialaufbereitung, Vor- und Nachbereitung einer Tätowierung, sowie Voraussetzung der Geräte und Räumlichkeiten. Zudem unterziehen wir uns jährlich einem ärztlichen Bluttest, um ansteckende Krankheiten auszuschließen.

Tätowiermittel-Verordnung (gilt auch für Permanent Make-Up)

BGB 2008, Teil I, Nr. 53 vom 27. November 2008
Die neue Tätowiermittelverordnung gilt sowohl für Tätowierfarben als auch für Permanent Make-Up (PMU).
Das Gesetz tritt am 1. Mai 2009 in Kraft

Gesetzesinhalt

Es handelt sich um eine Mischung aus Teilen der Resolution ResAP(2008)1 und der Kosmetikverordnung, BGB Teil I, Nr. 67 vom 13. Oktober 1997(2410). Wesentliche Bestandteile der genannten Resolution ResAP(2008)1 sind nicht enthalten. So gibt es keine Hinweise auf Schwermetalle oder polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAKs). Enthalten ist jedoch - über die Kosmetikverordnung - eine Liste von verbotenen Chemikalien (insgesamt 500) und eine Liste von zusätzlich verbotenen Farbstoffen. Die Farbstoff-Liste ist dort die Anlage 3. Die Liste der aromatischen Amine ist identisch mit der Resolution ResAP(2008)1 (Tabelle 1), die Liste der allegisierenden Farbstoffe ist um Solvent yellow 14 (CI 12055) erweitert worden (dort Anlage 2). Ferner ist p-Phenylendiamin und seine Salze verboten.

Meldepflicht

Der Hersteller oder Importeur muss vor jedem ersten Inverkehrbringen dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit folgende Daten einreichen:

- Handelsbezeichnung
- Eine Liste der Inhaltsstoffe.

Hier sind die INCI-Bezeichnung zu verwenden, bei Farbstoffen kann die CI-Nummer verwendet werden. Nur falls keine INCI- Bezeichnung vorhanden sein sollte, kann die chemische Bezeichnung verwendet werden.

Inhaltsangabe/Etikettierung

Das Gesetz schreibt vor, dass die Inhaltsangaben leicht lesbar, deutlich sichtbar, unverwischbar und in deutscher Sprache angegeben werden. Falls der Platz auf dem Behältnis nicht ausreicht, sollte ein Beipackzettel verwendet werden oder die Angaben auf einem Etikett oder der Verpackung aufgetragen werden.

Flaschen mit Tattoo- oder PMU-Farben sollten folgende Angaben enthalten:

- Handelsbezeichnung
- Angabe “Tattoo Colour” oder eine andere Bezeichnung, die ein verwechseln mit anderen Produkten ausschließt.
- Lot Nummer
- Name und Anschrift des Herstellers. Hier ist die Internet-Adresse ausreichend, sofern hierüber die Anschrift des Herstellers/Importeurs zugänglich ist.
- Mindesthaltbarkeitsdatum
- Verwendungsdauer nach Öffnen
- Liste der Bestandteile in abnehmender Reihenfolge ihres Gewichtes zum Zeitpunkt der Herstellung. Bei Farbstoffen kann die CI-Nummer verwendet werden.